Allgemeine Regeln für die Montage von Absperr- und Regelarmaturen

Jede Produktionsanlage, jedes Objekt der kommunalen Infrastruktur, ein Heizwerk, eine Abwasserpumpstation oder eine Wasserversorgungsstation verfügt über ein System technischer Rohrleitungen, das für die Wasser- und Wärmeversorgung sowie für den Transport oder die Zirkulation spezieller Flüssigkeiten ausgelegt ist (einschließlich Hochtemperatur-Wärmeträger auf Thermoölbasis sowie chemisch aktiver Medien wie Säuren, Laugen usw.).

Keine dieser Anlagen ist ohne Absperr- und Regelarmaturen denkbar – Kugelhähne, Absperrklappen, Zähler, Magnetventile, Regelventile, Filter und viele weitere notwendige Komponenten.

Absperr- und Regelarmaturen sind in Kombination mit Pumpenanlagen und Automatisierungssystemen dafür vorgesehen, technologische Prozesse effizient zu steuern sowie planmäßige und außerplanmäßige Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Anlagentechnik zu ermöglichen.

Wie jedes technische Gerät erfordern auch Absperr- und Regelarmaturen die Einhaltung bestimmter Montagevorschriften. Auf besondere Anforderungen für spezielle Geräte wie Ultraschall-Durchflussmesser oder Rotameter gehen wir hier nicht ein. In jedem Fall gibt es keine bessere Quelle als die jeweilige Betriebsanleitung.

Allgemeine grundlegende Anforderungen

  • Der Nenndurchmesser der Armatur ist anhand der hydraulischen Berechnung und des technologischen Einsatzzwecks auszuwählen.
  • Das Gehäuse des Absperr- oder Regelorgans darf keine Torsions-, Zug-, Biege- oder Druckkräfte aus angeschlossenen Rohrleitungen, Pumpen oder Wärmeübertragern aufnehmen.
  • Zum Schutz von Ventilen, Durchflussmessern, Kugelhähnen und anderen gegenüber Feststoffpartikeln empfindlichen Geräten sind vor diesen Filter zu installieren.
  • Zur Vermeidung der Übertragung von Vibrationen auf angeschlossene Rohrleitungen sind Schwingungsdämpfer bzw. Antivibrationseinsätze vorzusehen.
  • Bei Flanschverbindungen muss zwischen Mutter bzw. Schraubenkopf und Flansch eine Unterlegscheibe eingesetzt werden.
  • Die Gegenflansche der angeschlossenen Rohrleitungen müssen parallel zu den Flanschen des Geräts ausgerichtet sein, und zwischen den Flanschen sind Dichtungen einzubauen, die den Eigenschaften des geförderten Mediums entsprechen.
  • Verwenden Sie Absperrarmaturen niemals als Befestigungs- oder Auflagepunkt für Rohrleitungen.
Allgemeine Montagevorschriften für Absperr- und Regelarmaturen

Das Foto zeigt ein Beispiel für die Beschädigung eines Magnetventils infolge der Missachtung von Montagevorschriften.

  • Die auf Stutzen (Anschlüsse, Flansche) wirkenden Kräfte und Momente, beispielsweise durch Verdrehen und/oder thermische Ausdehnung, dürfen die in der Betriebsanleitung angegebenen zulässigen Werte nicht überschreiten. Eine unzulässige Erhöhung der Spannungen in der Rohrleitung kann zu Schäden an der Ausrüstung führen.
  • Thermische Längenänderungen der Rohrleitungen sind durch konstruktive U-förmige Kompensatoren, Winkelbögen, bewegliche Lager oder spezielle axiale Dehnungsausgleicher zu kompensieren.