Empfehlungen zur Montage von Kartuschen-Gleitringdichtungen

Kartuschendichtungen werden für den Einsatz in Pumpen und Rührwerken empfohlen, die mit Medien wie nicht schmierenden Flüssigkeiten, Gasen, Flüssigkeiten mit hohem Feststoffanteil oder zur Kristallisation neigenden Medien sowie mit Klebstoffen, Pasten, Farben und gefährlichen Flüssigkeiten arbeiten.

Kartuschendichtungen

Montage von Kartuschen-Gleitringdichtungen:

  • Schmieren Sie die Welle mit einer 2–3%igen wässrigen Lösung eines neutralen Flüssigseifenmittels.
  • Schieben Sie die Kartusche entlang der Welle, bis der Flansch das Gehäuse berührt.
  • Überprüfen Sie die Ausrichtung der Dichtung auf der Welle. Drehen Sie die Welle von Hand, um mögliche metallische Geräusche zu erkennen. Wenn die Geräusche anhalten, überprüfen Sie die Wellenausrichtung.
  • Schließen Sie die entsprechenden Anschlüsse für Spül-, Zirkulations- und Sperrflüssigkeit an.

Diese Baugruppe erfordert eine kontinuierliche Zufuhr einer Flüssigkeit, die als Puffer- oder Sperrflüssigkeit bezeichnet wird, in die Kammer, in der sich die Dichtung befindet. Der Druck der Sperrflüssigkeit muss 0,5–2 bar höher sein als der Druck der geförderten (abgedichteten) Flüssigkeit. Im Falle eines Dichtungsschadens vermischt sich die Sperrflüssigkeit mit der Betriebsflüssigkeit. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, wenn die Betriebsflüssigkeit gefährlich oder umweltschädlich ist.

  • Bei einer Doppelkartusche schließen Sie eine externe Flüssigkeit zur Kühlung der Sekundärdichtung an.

In allen Fällen ist es wichtig sicherzustellen, dass die Betriebsflüssigkeit vor dem Start mit der Dichtung in Kontakt kommt, da Trockenlauf die Dichtflächen erheblich beschädigen kann, selbst wenn er nur kurzzeitig auftritt. Obwohl Trockenlauf in einigen Fällen unvermeidbar ist, können spezielle Materialkombinationen empfohlen werden, um die negativen Auswirkungen zu reduzieren.

Befindet sich die Dichtung in einer Ölkammer der Pumpe, die mit biologisch abbaubarem Vaselinöl gefüllt ist, bleibt dieses Öl (Schmiermittel) bis zum nächsten Servicewechsel dauerhaft in der Kammer. In der Kammer selbst herrscht kein Druck.

Bei einem Dichtungsschaden gelangt die Förderflüssigkeit in diese Kammer und vermischt sich mit dem Öl, was durch einen Wasserstandssensor angezeigt wird (sofern vorhanden).

Eine zusätzliche Leckagekammer (Motorkammer) auf der Seite der Motorwicklung ist in der Regel leer. Gelangt Förderflüssigkeit in diese Kammer, kann dies zu Schäden am Elektromotor führen.